Neue Umgehungsstraße Waldsee ?

 

Aktuell wird der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Rheinauen neu aufgestellt.

 

Vorgeschlagen ist unter anderem eine Straße vom Kreisel Schifferstadter Straße/Albert-Einstein-Allee ( Kreisel am „Wasgau“ )  bis zur Rehhütterstraße. Damit verbunden wäre die Erschließung eines 8,2 ha großen Neugebiets.

 

Zu diesem Vorhaben „Westrandstraße“ gibt es unterschiedliche Ansichten und Argumente.

 

Pro :

 

  • Schließt die Lücke in der Ortsumgehung

 

  • Kann innerörtliche Verkehrsentlastung bringen, insbesondere für die Goethestraße

 

  • Eröffnet Möglichkeiten für Maßnahmen zur innerörtlichen Verkehrsberuhigung

 

  • Schaffung von Wohnraum durch ein Neubaugebiet

 

 

Contra :

 

  • Flächenverbrauch durch Straßenbau und Siedlungsfläche

 

  • Wegfall von landwirtschaftlich genutzter Fläche

 

  • Notwendigkeit eines weiteren Neubaugebiets ist fraglich, solange in den zuletzt erschlossenen Neubaugebieten Lausbühl und Speckgewanne immer noch viele Grundstücke unbebaut sind

 

  •  Ausmaß der Verkehrsentlastung ist offen; es bleibt abzuwarten, ob die (noch nicht ausgewertete) Verkehrszählung dazu Ergebnisse liefern kann.

 

Was meinen Sie ?
Sehen Sie die Notwendigkeit für die neue Ortsrandstraße und das Neubaugebiet ?

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Helmut Klauß (Samstag, 19 Dezember 2020 17:57)

    Täglich werden in Deutschland rund 56 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einem Flächenverbrauch von circa 79 Fußballfeldern (Quelle: Bundesumweltministerium, Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, 2017).
    Wissenschaft, Politik und die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sind sich darin einig, dass der Flächenverbrauch deutlich verringert werden muss.
    Meiner Meinung nach sollte sowohl der Straßenbau als auch die Ausweisung von Neubaugebieten auf dringend notwendige Fälle beschränkt werden. Die Westrandstraße gehört nicht in diese Kategorie.
    Der Effekt auf den innerörtlichen Verkehr ist vorhanden, aber begrenzt. Zu bedenken ist auch, dass durch ein Neubaugebiet der innerörtliche Verkehr, der durch die Anwohner entsteht, eher weiter zunehmen wird.
    In den letzten Jahren wurden mit Lausbühl und Speckgewanne bereits zwei Neubaugebiete geschaffen. Aktuell sind dort immer noch mehr als 250 (!) Grundstücke unbebaut. Die Notwendigkeit eines weiteren Neubaugebietes ist daher schwer vermittelbar.
    Aus diesen Gründen kann ich die Ortsrandstraße und das Neubaugebiet nicht befürworten.