Fahrraddorf Otterstadt?

linke Grafik:

Der gefährliche Ist-Zustand.

 

 

rechte Grafik:

Unser Vorschlag, den Radweg sicherer zu machen.

 

  • Ausweisung einer Fahrradstraße z.B. in der Autharistraße
    (hier dürfen Radler nebeneinander fahren und Autos müssen auf die Radfahrer*innen Rücksicht nehmen und nicht umgekehrt)

  • Sichere Fahrradwege von der Lindenstraße in Richtung Speyer
    eine Bedarfsampel an der Römerstraße Ecke Speyerer Straße
    zum sicheren Überqueren für Radfahrer und Fußgänger

 

 

Es gibt viele Fahrräder in Otterstadt und sie werden auch fleißig genutzt. Nicht zu vergessen die vielen Schüler*innen, die in die benachbarten weiterführenden Schulen strampeln und die Erholungssuchenden aus der Umgebung, die Otterstadt auf ihren Fahrradtouren berühren oder durchqueren.

Aber auch in Otterstadt überrollt uns eine Blechlawine. Gefühlsmäßig hat sich die Anzahl der Pkws in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Betrachten wir zum Beispiel die Lindenstraße: Dort, wo man vor 10 Jahren noch relativ sorgenfrei Fahrradfahren konnte, hat heute schon der Bus oft Schwierigkeiten, sich zwischen den vielen parkenden Autos durchzuschlängeln. Und das Straßenbild in Otterstadt ist leider auch geprägt von vielen Bürgerinnen und Bürgern, die mit oft über-motorisierten Automobilen zum Einkaufen im Ort fahren oder ihre Kinder in den Kindergarten oder die Schule bringen.

Aber auch die Verkehrsführung für die Fahrradfahrer*innen in Otterstadt ist hoch problematisch: Alle Radwege enden an den Ortsgrenzen. Eine sichere Durchfahrt von Otterstadt gibt es nicht!

 

Schülerinnen und Schüler, die mit dem Fahrrad nach Speyer zur Schule fahren, leben gefährlich:  Kommen sie aus dem Ort auf der Lindenstraße zur Speyerer Straße, müssen sie eigentlich den Fahrradweg an der Nordseite der Speyerer Straße benutzen, drei einmündende Straßen überqueren und zum Teil unzureichend abgesenkte Gehsteige überfahren, um dann nach einer holperigen Buckelpiste gegenüber der TURA am Straßenrand zu stehen und zu hoffen, lebend auf die andere Straßenseite zu gelangen.

 

Glücklicherweise nutzen viele den besseren, aber eigentlich verbotenen Fahrradweg an der Südseite der Speyerer Straße von Anfang an. Dort gibt es nämlich bereits einen sicheren Übergang.
 

Noch größer ist die Gefahr für Radfahrer*innen, wenn sie von der Römerstraße nach Speyer wollen, die Überquerung der K23 an dieser Stelle ist lebensgefährlich, auch weil sich die Autofahrer nur im Ausnahmefall an die 50 km/h Geschwindigkeits- beschränkung halten.

 

Andere Gemeinden haben für die Analyse des Verkehrs viel Geld ausgegeben

 

Das Bundesverkehrsministerium (pdf) hat eine umfangreiche Analyse zum Radverkehr und zum Fußverkehr herausgegeben.


In Otterstadt tut sich bisher nichts, um die Sicherheit für die Radfaher*innenn zu verbessern, wenn man von der 30 km Beschränkung vor dem kommunalen Kindergarten absieht.

 

Was meinen Sie?

 

 

 

Kommentare: 1
  • #1

    Eckhard Sans (Dienstag, 15 Dezember 2020 15:24)

    Am Mittwoch, den 12.02.2020 habe ich in der Zeit von 7:24 bis 8:04 eine Verkehrszählung gemacht.
    Standort: An der Halle neben Fa. Waldschaks, schräg gegenüber TuRa.
    Von dort konnte ich sowohl die Ausfahrt Römerstraße zur K23, die K23 selbst sowie die Geschwindigkeitsanzeige bei der TuRa einsehen.
    In dieser halben Stunde gab es die folgenden KFZ-Bewegungen:
    Aus Otterstadt raus Richtung Kreisel fuhren 247 Fahrzeuge.
    Vom Kreisel kommend nach Otterstadt rein fuhren 175 Fahrzeuge.
    Zusammen sind das 422 Fahrzeuge in einer halben Stunde. Das sind 14 Autos/Busse/LKW in der Minute.
    Laut Geschwindigkeitsanzeige an der TuRa fuhren so gut wie alle KLFZ zu schnell.
    Wegen der Jahreszeit und weil es schon ein wenig spät war waren nur wenige Fahrradfahrer/Schulkinder unterwegs. Ich konnte aber beobachten, dass Schulkinder mit Fahrrad lange auf die Möglichkeit zur Überquerung der K23 warten mussten.

    Man müsste die gleiche Zählung nochmal im Sommer machen von 7:00 - 8:00 Uhr.

    Bisher wurden sämtliche Bemühungen der Gemeinde um eine sichere Überquerung der K23 vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgelehnt. Ein weiterer Vorstoß sei vergebliche Liebesmüh. Ich hoffe aber, dass seit der letzten Ablehnung vor x Jahren vielleicht ein Umdenken beim LBM stattgefunden hat.

    Wir sollten einen weiteren Vorstoß starten, einen sicheren Übergang über die K23 zu bekommen. Eine Bedarfsampel könnte eine gute Idee sein.